Vorbereiten von Clips für das Internet
Streaming-Formate
Damit eigene Clips ins Internet gestellt werden können, müssen diese in ein streamingfähiges Format gebracht werden. Dieses erlaubt dem Browser den Clip abzuspielen bevor er ganz heruntergeladen ist. Ferner sind streamingfähige Files stark komprimiert, entsprechend den begrenzten Kapazitäten der Internetverbindungen. Die gebräuchlichsten Streaming-Formate resp. Verfahren sind:
Die klassischen Video-Formate der Kameras müssen in eines dieser Streaming-Formate transformiert werden. Neben käuflicher Software gibt es im Internet auch Gratis-Lösungen, z.B.: Super, RealMedia. Darüber hinaus erlauben verschiedene Schnittprogramme den Export in streamingfähige Formate. Die Wahl des Formates richtet sich hauptsächlich nach:
Webhosting
Streamingfähige Files sind trotz Komprimierung relativ gross. Für einzelne Clips genügen die Hosting-Angebote für Homepages. Für weiterreichende Absichten müssen spezielle Lösungen erwogen werden.
Streamen von Clips
Clips können nur gestreamt werden, wenn sie die entsprechende Einbettung auf einer HTML Seite aufweisen. Für die Einbettung gibt es zwei Verfahren: Hyperlink und Einbettung mittels Tags und Code.
Einbettung mittels Hyperlink
Die Einbettung mittels Hyperlink öffnet den Player des entsprechenden File-Formats in einem separaten Fenster. Diese Methode scheint unzuverlässig zu sein. In eigenen Versuchen gelang es mit dieser Methode nur, die Files von Windows Media zu streamen. Die andern Formate mussten zuerst vollständig heruntergeladen werden, bevor sie abgespielt werden konnten.
Einbettung mittels Tags und Code
Für die Formate von Windows Media, RealMedia und Quicktime erfolgt die Einbettung mittels dem <object> Tag und/oder dem <embed> Tag. Der Einbettungscode kann einem Internetbeitrag entnommen werden. Wer den Code nicht selber schreiben will, sondern diese Arbeit einem Programm überlassen will, kann es mit den Diensten einer Web-Site versuchen .
Bei Adobe Flash braucht es zusätzlich zum oben aufgeführten Code einen swf-File der vorteilhaft mit dem Flash- und/oder dem Dreamweaver-Programm erstellt wird. Wer sich diese Programme sparen will kann seine Filme z.B. bei den Video Sharing Portalen „YouTube“ oder „kyte“ hochladen und dort den standardisierten Einbettungscode für die Homepage beziehen. Etwas mehr Flexibilität bietet das Programm Any FLV Player. Mit der Publish-Funktion können Flv-Files eingebettet werden. Drei Skins stehen zur Verfügung. Anpassungen können mittels Eingriffe in den HTML-Code vorgenommen werden. Wen das Firmenlogo stört, muss allerdings das Programm kaufen.
Formate im Vergleich
Adobe Flash hat die grösste Verbreitung. Die Clips können auf über 90% der Browsers gespielt werden. Nicht zuletzt wegen diesem Sachverhalt setzen alle grösseren Video Sharing Portale dieses Format ein. Wer von diesem Format Gebrauch machen will, und die Clips gemäss eigener Bedürfnisse und Ideen einbetten will, kommt um den Erwerb der entsprechenden Software kaum herum.
Windows Media erwies sich in eigenen Tests als sehr vielseitig und äusserst zuverlässig. Die Erstellung des Codes ist relativ einfach. Wer primär auf die Windows-Welt baut, ist mit Windows Media gut bedient.
Quicktime ist das Format der Wahl aller Mac-Liebhaber. Auf dem Mac wird dieses Format mit reichhaltiger Software unterstützt. Es läuft aber auch auf den andern Plattformen.
RealMedia war ursprünglich der Primus für Streaming. Heute ist die Verbreitung eher gering, obwohl RealMedia-Files auf den verschiedensten Systemen laufen. Ausserdem setzt das Schweizer Fernsehen auf RealMedia für seine Internetauftritte.
Folgerungen
Welches Format auch immer für den eigenen Internetauftritt gewählt wird, die Erstellung und die Verwaltung von streamingfähigen Files ist aufwändig. Werden nur gelegentlich kürzere Clips in die Homepage integriert, lohnt es sich, von den Dienstleistungen eines der vielen Video Sharing Portale Gebrauch zu machen. Für die Wahl des Portals sind der Umgang mit Werbung und die Möglichkeiten der Einbettung wichtig. Ferner muss geprüft werden, ob allenfalls das Urheberrecht geschmälert wird.
Die Erstellung von Clips mit eigenen Mitteln ist dort zweckmässig, wo vollständige Kontrolle und uneingeschränkte Gestaltung nötig oder erwünscht sind.
aktualisiert 30.3.09

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